Liebe Interessierte

Ich bewerbe mich für das Amt eines Regierungsrats im Kanton Basel-Stadt. Ich bin bis in die Haarspitzen motiviert und freue mich auf viele Begegnungen mit Euch in den nächsten Tagen und Wochen bis zur Wahl am 3. März 2024 - und natürlich darüber hinaus ...

Wer ich bin

Ich bin 41 Jahre alt und lebe im Kleinbasel. Politisch engagiere ich mich seit fünf Jahren als Grossrat. Dabei ist es mir wichtig, breit abgestützte, akzeptierte und funktionierende Lösungen zu erarbeiten. Ich bin ein grüner Unternehmer und gute Antworten auf schwierige Probleme zu finden, spornt mich an. Es würde mich zudem stolz machen, als einziger Regierungsrat ohne Matura der Bevölkerung in unserer Stadt zu dienen. Meine Batterien lade ich bei meinen Hobbys auf: Beim Fussball oder auf dem Rennvelo. Zudem bin ich aktiver Fasnächtler und Fan des FCB.

Ein erfolgreicher Selfmademan und Unternehmer

Ich habe das grosse Glück, dass ich mein Hobby – vielmehr: meine Passion – zu meinem Beruf machen konnte. Schon als Teenager war ich leidenschaftlicher Velofahrer und habe mein erstes Taschengeld mit 16 Jahren als Velokurier verdient. Ich habe an mehreren Kurierweltmeisterschaften teilgenommen und bin 2012 sogar Europameister geworden. Aus dieser Zeit kenne ich nicht nur die Tätigkeit als Kurier von der Pike auf; ich bin heute Besitzer und CEO eines florierenden City-Logistik-Unternehmens. Ich beschäftige über 130 Velokurier:innen und unsere Firma ist in der gesamten Dreiland-Region verankert und bekannt.

Warum möchte ich in die Regierung?

Ich will und kann zur Weiterentwicklung Basels beitragen, weil ich diese Stadt liebe. Dabei helfen mir die gesammelten unternehmerischen und politischen Erfahrungen, die ich nun in die Exekutivarbeit einbringen möchte. Aus meinem beruflichen und privaten Alltag kenne ich nicht nur die Stärken und Schwächen unseres Kantons, sondern auch die Sorgen und Nöte der Menschen, die hier leben und natürlich auch jene der Wirtschaft, die unseren Wohlstand sichert.

Welche Akzente möchte ich im Regierungsrat setzen?

Es ist mir ein Anliegen, dass sich Regierung und Verwaltung wieder auf die Bevölkerung zubewegen. Ich habe den Eindruck, dass sich die Politik zunehmend in einer Bubble bewegt. Kein Wunder, fühlen sich die Quartiere oder auch die Wirtschaft «von denen da oben» manchmal nicht genügend wahrgenommen und verstanden. Hier fällt dem Regierungspräsidium die zentrale Rolle des Kommunizierens und Vermittelns zu, und ich habe grosse Lust, mich hier einzubringen und alle Register zu ziehen.

Wir Politiker:innen sollten generell den Mut haben, Bevölkerung und Wirtschaft mehr und direkter in unsere Überlegungen und Prozesse einzubeziehen. Zu oft beschäftigt sich die Politik jahrelang mit einer Frage und steht am Ende vor einem Scherbenhaufen, weil «das Volk» nicht mitmacht. Hier würde ich einen Schwerpunkt setzen.

Sehr am Herzen liegt mir auch die Berufsbildung. Ich bin überzeugt, dass in Zukunft das «Können» und das «Machen» wieder wichtiger werden. Mit der laufenden KI-Revolution wird «Wissen» an Wichtigkeit einbüssen. Deshalb müssen wir verstärkt auf das "Können" und das "Machen" setzen und das Ansehen der Berufslehre weiter stärken. Dabei sind Vorbilder für die Jungen ganz besonders wichtig. Ich bin gerne ein solches Vorbild.

Mein dritter Schwerpunkt ist die Verbesserung der Lebensqualität in unserer Stadt. Hier stagniert Basel aktuell und ich würde mich im Regierungsrat engagiert für einen neuen Schub in diese Richtung einsetzen. Die Wünsche der Bevölkerung nach mehr Grün, sicheren Schulwegen, weniger Verkehr und zeitgemässen Infrastrukturen müssen wir ernst nehmen und Verbesserungen schnell umsetzen.

Am Schluss könnte es auch das Erziehungsdepartement werden – ein Problem?

Im Gegenteil! Das Erziehungsdepartement ist eine Herausforderung, die ich gerne annehme.

Denn Bildung ist für unser Land und natürlich auch für unseren Kanton von grösster Bedeutung. Mit guter Bildung für alle wird die Persönlichkeit entwickelt und ein erfülltes Leben ermöglicht. Bildung bringt dem Arbeitsmarkt die dringend benötigten, gut ausgebildeten Fachkräfte und hält unsere Wirtschaft wettbewerbsfähig. Bildung sichert aber auch unsere Demokratie und unser kulturelles Erbe.

Als Erziehungsdirektor liegen mir die folgenden Anliegen ganz besonders am Herzen:

  1. Stärkung der Position der Lehrpersonen in der Volksschule. Lehrer:innen leisten heute weit mehr als die Vermittlung von Wissen. Zu ihnen müssen wir Sorge tragen – sie sind der entscheidende Erfolgsfaktor einer guten Schule und die Grundlage für eine gute Schulbildung der Schüler:innen.
  2. Eine Berufsbildungsoffensive. Mit dem Aufkommen der künstlichen Intelligenz werden sich junge Menschen weniger durch «Wissen» differenzieren als durch «Machen». Für sie, aber auch für unsere Wirtschaft, wird also «Können» in Zukunft wichtiger. Der duale Bildungsweg mit Berufslehre für «Macher» ist und bleibt meiner Ansicht nach der Königsweg.
  3. Strategische Ausrichtung der Universität. Nach einer Phase der Probleme, gefolgt von einer Phase des Aufräumens, stehen wir bei der Universität nun vor wichtigen strategischen Weichenstellungen. Die jetzige Führung geht in Pension und die unabsehbaren Auswirkungen der künstlichen Intelligenz auf alle Disziplinen von Lehre und Forschung verlangen eine neue, zukunftsgerichtete Strategie. Und diese muss nachhaltig finanziert sein.

© 2024 Jérôme Thiriet

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